Grundsätze

Folgende grundlegende Aussagen über das Selbstverständnis und die Arbeitsprinzipien der Mitarbeiter*innen ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu den Zielgruppen:

  • Offenheit: Der Grundsatz der Offenheit bezieht sich auf die kulturelle, weltanschauliche und politische Ungebundenheit der Einrichtungen, auf die individuellen Lebenswelten der Zielgruppen sowie den Prozessen und Ergebnissen in der Arbeit mit ihnen. Die Klient*innen müssen keine spezifischen Voraussetzungen erfüllen oder die Einrichtungen kontinuierlich nutzen.
  • Partizipation: Eine adäquate Beteiligung der Zielgruppen an Gestaltungsprozessen, die Unterstützung ihrer Selbstorganisationsfähigkeit und der Artikulation ihrer Interessen in unterschiedlichen Zusammenhängen (persönlich, lebensweltspezifisch, gesellschaftlich oder politisch) und Formen stellt ein wichtiges Arbeitsprinzip dar.
  • Freiwilligkeit: Die Zielgruppen entscheiden eigenständig darüber, was, wann, wie lange und mit welcher Motivation sie die verschiedenen Einrichtungsangebote des Vereins in Anspruch nehmen bzw. mitgestalten wollen.
  • Lebenswelt- und Sozialraumorientierung: Ein ganzheitliches Verständnis für die Lebenswelten der Zielgruppen stellt die Grundlage der Angebote dar. Dazu gehören einerseits alltagsweltliche Interpretationen, Interessen, Perspektiven, Sinneszuschreibungen oder Wertungen der KlientInnen. Andererseits werden Ressourcen und Gegebenheiten der Lebenswelt bzw. Räume, Institutionen, Familien, Peers etc. in die Arbeit miteinbezogen.
  • Niederschwelligkeit: Der Grundsatz der Niederschwelligkeit bedeutet einen möglichst freien und einfachen Zugang zu den Angeboten. Sie sind nicht an Bedingungen oder Vereinbarungen gebunden und ohne bürokratische Aufwände oder Kostenverpflichtung erreichbar.
  • Parteiliches Mandat: Aufgabe ist, Interessen, Bedürfnisse, Herausforderungen, Lebenswelten, Potenziale und Rechte der Zielgruppen in der Gesellschaft sichtbar und nachvollziehbar zu machen.
  • Gleichbehandlung: Alle Menschen, unabhängig ihrer unterschiedlichen sozialen, nationalen, religiösen und kulturellen Herkunft oder ihrer unterschiedlichen sexuellen Orientierung, verschiedenen Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen werden gleich behandelt.
  • Eigenverantwortlichkeit und Ressourcenorientierung: Bei der Betrachtung der Zielgruppen stehen  ihre individuellen Ressourcen und Potenziale im Mittelpunkt. Es werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, ohne diese zu bewerten.  So ist es für sie möglich, einen Zugang zu ihren Stärken und Fähigkeiten sowie zu Ressourcen in ihrem Umfeld zu finden. Dabei werden sie unterstützt, Eigenverantwortung und individuelle passende Lösungswege zu entwickeln.