Interkulturelle Familienbegleitung

Sprachliche Verständigungsschwierigkeiten, kulturelle Unterschiede, fremde Lebenswerte bzw. –gewohnheiten sowie mangelnde Kenntnisse der Lebensweltbedingungen der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte erschweren eine adäquate Unterstützung betroffener Familien mit Migrationshintergrund. Die interkulturelle Familienbegleitung soll eine alternative Unterstützungsform darstellen, um diesen besonderen Herausforderungen gerecht zu werden.

Die interkulturelle Familienbegleitung ist ein zeitlich begrenztes und aufsuchendes Betreuungsangebot für Eltern mit aktueller Zuwanderungsgeschichte und deren minderjährigen Kindern. Die Begleitung der Familien erfolgt im direkten Auftrag der örtlichen Kinder- und Jugendhilfe und wird von ausgebildeten Fachkräften der Sozial- und Integrationsarbeit im Lebens- bzw. Wohnfeld der Familien ausgeführt. Sie bauen (bei Bedarf mit einem/er Sprachhelfer*in) eine Vertrauensbasis in der Lebenswelt der Familien auf und evaluieren die Familiensituation, Spannungsfelder bzw. Fehlverhalten und mögliche Ursachen dafür (Abklärungsphase).

Auf Basis der Erhebungen werden gemeinsam mit den Eltern und der Kinder- und Jugendhilfe Ziele und Themen vereinbart, welche bearbeitet werden sollen. In der folgenden Begleitung werden die Eltern in der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder bzw. im Aufbau eines entwicklungsfördernden Familiengeschehens von den fachkompetenten Mitarbeiter*innen im Alltag unterstützt. Die Ausgestaltung der Betreuung (Setting, Mitbeinbeziehung von Sprachhelfer*innen, geschlechterparitätisch etc.) orientiert sich an den Lebensumständen der Familie sowie an den vereinbarten Betreuungszielen.

Dabei ist ein ganzheitlicher methodenintegrativer, lebensweltorientierter und ressourcenorientierter sowie individueller Ansatz zu verfolgen. Die interkulturellen Familienbegleiter*nnen arbeiten vorwiegend mit sozialarbeiterischen,  sozialpädagogischen und interkulturellen Methoden.

 

Team:

Fachliche Leitung DSA Manuela Leoni,

Florentina Haziraj BA i.A.,